Materialien im Überblick:
Papiere, Folien und Planen für jedes Druckprodukt

Das Material entscheidet, wie ein Druckprodukt aussieht, wie es sich anfühlt und wie lange es hält. Hier sind die Materialien aus unserem Shop mit ihren Eigenschaften zusammengefasst, von Flyer und Visitenkarte über Etiketten und Aufkleber bis zu Plakat, Banner und Rollup.

Papier verstehen: Oberfläche, Grammatur und Stärke

Gestrichen oder ungestrichen?

Der größte Unterschied zwischen Papieren liegt in der Oberfläche:

  • Gestrichenes Papier (Bilderdruck) hat eine feine Deckschicht, die die Oberfläche schließt. Die Farbe bleibt an der Oberfläche, Farben wirken dadurch kräftig und Bilder scharf. Im Shop: seidig matt und glänzend.
  • Ungestrichenes Papier (Offset- und Naturpapier) hat eine offene, griffige Oberfläche. Die Farbe zieht etwas ins Papier ein und wirkt natürlicher und matter. Dafür lässt es sich gut beschreiben und bestempeln. Im Shop: matt und natur weiß.

Wichtig: matt (Offsetpapier, ungestrichen) und seidig matt (Bilderdruck, gestrichen) sind zwei verschiedene Papiere.

Grammatur: wie schwer ist das Papier?

Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter Papier wiegt (g/m²). Je höher die Grammatur, desto fester das Papier. Die meisten Produkte gibt es in mehreren Grammaturen, welche passt, ist auch Geschmackssache. Zur Orientierung, wie sich das anfühlt:

Grammatur So fest ist das Papier
80–100 g/m² wie normales Kopierpapier
115–170 g/m² spürbar fester als Kopierpapier, aber noch biegsam
250–300 g/m² wie eine Postkarte
350–400 g/m² wie eine stabile Visitenkarte

Stärke: gleiche Grammatur, unterschiedlich stark

Die Grammatur sagt, wie schwer ein Papier ist, aber nicht, wie stark es ist. Das hängt von der Papierart ab:

  • Bilderdruckpapier (seidig matt, glänzend) ist dicht und glatt und dadurch im Verhältnis zur Grammatur eher dünn. Glänzendes ist am dünnsten.
  • Offset- und Naturpapier (matt, natur weiß) ist voluminöser und dadurch bei gleicher Grammatur deutlich stärker. Deshalb wird es manchmal auch Volumenpapier genannt.

Ein Offsetpapier mit 100 g/m² ist zum Beispiel sogar etwas stärker als ein seidig mattes Bilderdruckpapier mit 135 g/m². Und eine Karte mit 300 g/m² ist aus Offsetpapier ein gutes Stück stärker als aus Bilderdruckpapier.

Papiere für Flyer, Folder, Karten und Broschüren

seidig matt und glänzend (Bilderdruck)

Gestrichenes Papier mit glatter, geschlossener Oberfläche für kräftige Farben und scharfe Bilder. Die erste Wahl für alles, was bunt und bildstark ist.

  • seidig matt (Bilderdruck matt): dezenter Schimmer, blendfrei und angenehm zu lesen. Unser Standard für Flyer, Folder, Broschüren und Karten. 115–400 g/m².
  • glänzend (Bilderdruck glänzend): sehr kräftige Farben, Fotos wirken besonders brillant. Spiegelt bei direktem Licht etwas. 135–350 g/m².

Zum Beschreiben und Stempeln nicht ideal: Tinte und Stempelfarbe trocknen auf Bilderdruck schlecht. Dafür besser matt (Offsetpapier) oder natur weiß (Naturpapier) wählen.

matt und natur weiß (Offset- und Naturpapier)

Ungestrichene Papiere mit natürlicher, griffiger Oberfläche. Ideal für alles, was beschrieben, bestempelt oder viel gelesen wird. Farben wirken darauf weicher als auf Bilderdruckpapier.

  • matt (Offsetpapier): hochweiß. Der Klassiker für Briefpapier, Blöcke, Formulare und Skripten. 80–300 g/m².
  • natur weiß (Naturpapier): mit leichtem Cremeton, wirkt warm und natürlich. Schön für Briefpapier, Einladungen und Bücher. 80–300 g/m².

Hinweis zum Digitaldruck: Kleinere Auflagen drucken wir mit Toner. Wo viel Farbe ist, wird die raue Oberfläche dadurch leicht glänzend und lässt sich schlechter beschreiben und bestempeln. Solche Flächen daher hell halten oder den Kontrast bewusst als Effekt nutzen. Im Offsetdruck tritt das nicht auf.

Premium Leinen und Felt

Weiße Papiere mit fühlbarer Struktur für Drucksorten, die einen besonderen Eindruck machen sollen, z. B. Visitenkarten, Einladungen und Hochzeitskarten. Erhältlich mit 250 und 350 g/m².

  • Premium Leinen: feine, gleichmäßige Prägung wie bei Leinenstoff.
  • Premium Felt: weiche, unregelmäßige Filzstruktur. Sehr voluminös: 250 g/m² sind etwa so stark wie Leinen mit 350 g/m².

Karton

  • Chromosulfatkarton, 240 g/m²: sehr steifer, formstabiler Karton. Die Vorderseite ist glatt gestrichen und hochweiß, die Rückseite ungestrichen. Für Umschläge von Softcover-Büchern und stabile Karten.
  • Graukarton, 800 g/m²: sehr dicker, beidseitig weiß gestrichener Karton für Rückenkartons, Aufsteller und Trennblätter.

PET-Folie

Weiße, seidenmatte Kunststofffolie, die sich wie Papier bedrucken lässt. Wasserfest, reißfest und abwischbar. Für Speisekarten, Preislisten, Anhänger und alles, was oft angegriffen wird oder nass werden kann. Erhältlich mit 150–360 g/m².

Cellophanieren und Laminieren

  • Cellophanierung: eine dünne Folie schützt die Oberfläche und verändert Haptik und Farbwirkung des Papiers. Möglich auf stabilen Papieren ab 250 g/m². Bei Offset- und Naturpapier geht auf der cellophanierten Seite die ungestrichene Haptik verloren, und die Seite lässt sich nicht mehr beschreiben.
  • Laminierung: das bedruckte Papier wird beidseitig mit einer kräftigen Schutzfolie überzogen. Dadurch wird es abwischbar, wasserabweisend und deutlich stabiler, z. B. für Speisekarten, Preislisten oder Anleitungen. Deshalb reichen hier auch dünnere Papiere.

Etiketten, Aufkleber und Klebefolien

Etiketten, Aufkleber und Klebefolien unterscheiden sich vor allem in Druck, Material und Haltbarkeit. Einen Überblick gibt die Seite Aufkleber, Etiketten und Klebefolien.

Etiketten auf Bogen

Für Etiketten im Digitaldruck, z. B. für Gläser, Flaschen, Verpackungen oder Adressen.

  • selbstklebend weiß matt oder glänzend: Etikettenpapier für die meisten Anwendungen. Matt lässt sich gut beschreiben, glänzend bringt kräftigere Farben. Laugenlöslich, die Etiketten lösen sich also beim Reinigen mit Lauge wieder ab (z. B. bei Mehrweggläsern).
  • selbstklebend gerippt: naturweißes Papier mit feiner Rippenstruktur, beliebt für Wein, Honig und Feinkost. Ebenfalls laugenlöslich.
  • nassklebend: trockengummiertes Papier, das wie eine Briefmarke befeuchtet und aufgeklebt wird und sich mit Wasser wieder ablösen lässt. Bei viel Farbe verschließt der Toner im Digitaldruck die Oberfläche, dann muss das Etikett zum Ablösen etwas länger einweichen.
  • PE, PET und PVC selbstklebend: Klebefolien statt Papier. Wasserfest und reißfest, für Produkte, die feucht, kühl oder stark beansprucht werden. PE ist weich und passt sich gut an, PET ist besonders formstabil (auch in Silber), PVC transparent lässt den Untergrund durchscheinen.

Kleber:

  • permanent: hält dauerhaft auf glatten, sauberen Flächen.
  • extrapermanent: stärkerer Kleber für raue, gewölbte oder schwierige Untergründe.
  • geschlitzt: das Trägerpapier auf der Rückseite ist eingeschnitten, so lassen sich die Etiketten leichter abziehen.

Aufkleber und Klebefolien für außen und große Flächen

Für langlebige Aufkleber im Freien und größere Klebefolien, z. B. für Schaufenster, Fahrzeuge, Wände und Schilder. Gedruckt wird im Großformatdruck. Diese Folien sind nicht für Etikettenrollen zum maschinellen Etikettieren gedacht, dafür gibt es eigene Materialien, gerne auf Anfrage.

  • Klebefolie monomer: für innen oder kurz- bis mittelfristig außen (Richtwert ca. 1–3 Jahre), auf ebenen Flächen.
  • Klebefolie polymer: formstabiler und widerstandsfähiger, für mittel- bis langfristige Anwendungen (Richtwert ca. 4–7 Jahre). Für lange Zeit im Freien am besten mit UV-Schutzlaminat.

Wie lange eine Folie im Freien hält, hängt stark von Sonne, Witterung und Beanspruchung ab.

Klebkraft:

  • wiederablösbar: geringere Anfangsklebkraft, lässt sich besonders in der ersten Zeit leichter und oft rückstandsfrei entfernen. Ideal für befristete Aktionen. Auch dieser Kleber härtet mit den Jahren aus und wird fester.
  • permanent: starke Haftung für die dauerhafte Verklebung auf üblichen Untergründen.
  • extrapermanent (High-Tack): sehr hohe Klebkraft für schwierige oder raue Untergründe, z. B. bestimmte Kunststoffe.
  • Punkt-Kleber: der Kleber ist punktförmig aufgetragen. Die Folie lässt sich leicht blasenfrei aufkleben, jederzeit neu ausrichten und wieder abziehen, ideal für kurzfristige Einsätze z. B. auf Glas.

Kleber:

  • Luftkanal-Kleber: feine Kanäle im Kleber lassen beim Andrücken die Luft entweichen, so gelingt das Verkleben leichter ohne Blasen.
  • grauer Kleber: blickdicht, der Untergrund scheint nicht durch. Ideal zum Überkleben von alten Drucken oder dunklen Flächen.

Spezialfolien:

  • Glasdekor (frosted): Milchglas-Optik für Glastüren und Fenster als Sichtschutz.
  • Fensterlochfolie: von außen ist das Motiv zu sehen, von innen bleibt der Blick nach draußen frei.
  • Backlit: lichtstreuende Folie für hinterleuchtete Flächen wie Leuchtkästen.
  • Fußboden-Klebefolie: mit Gleitschutzoberfläche für Bodenaufkleber.

Laminiert: ein zusätzliches UV-Schutzlaminat macht den Druck widerstandsfähiger gegen Sonne, Kratzer und Abrieb und damit langfristig haltbar.

Plakate, Banner und Rollups

Plakate

Für Plakate gibt es je nach Einsatz verschiedene Materialien. Bis A3 wird im Digitaldruck auf Bogen gedruckt, größere Formate im Großformatdruck von der Rolle. In der Auswahl stehen immer nur die Materialien, die für das gewählte Format möglich sind.

  • Affichenpapier (Blueback): das klassische Plakatpapier und unser Standard. Die blaue Rückseite verhindert, dass Untergrund oder darunterliegende Plakate durchscheinen. Ideal für Plakatwände, Litfaßsäulen und Aushänge.
  • Fotopapier matt: kräftiges Papier mit sehr feiner Bildwiedergabe für Poster, Fotos und Ausstellungen.
  • seidig matt, glänzend, matt oder natur weiß: die Papiere aus dem Digitaldruck (siehe oben), z. B. für Plakate in kleiner Auflage oder auf stärkerem Papier.
  • Blockout-Plane: reißfeste, lichtundurchlässige Plane für Plakate, die länger oder im Freien hängen.

Neonpapier

Für Neon-Plakate: Das Papier selbst leuchtet in Gelb, Grün, Orange, Pink oder Rot und fällt dadurch sofort auf. Am besten wirken schwarze oder dunkle Motive. Neonpapier ist für kurzfristige Aushänge gedacht, drinnen wie draußen.

Rollups

Für Rollups wird auf Textil gedruckt: ein Stoff mit grauer, blickdichter Rückseite, damit die Mechanik dahinter nicht durchscheint. Die matte Oberfläche wirkt edel und spiegelt nicht.

Keilrahmenbilder (Canvas)

Für Keilrahmenbilder wird auf Leinwand gedruckt, die Gewebestruktur gibt dem Bild eine Optik wie bei einem gemalten Bild.

  • Polyester: weißes, mattes Gewebe.
  • Baumwoll-Polyester: naturfarbenes Gewebe mit warmer, natürlicher Optik.

Platten

  • Leichtschaumplatte: sehr leicht, für Schilder, Präsentationen und Dekoration in Innenräumen.
  • Polystyrol: dünne, glatte Kunststoffplatte, stabil und leicht zu montieren.
  • Alu-Verbundplatte: sehr stabil und wetterfest, für langlebige Schilder im Freien.
  • Acrylglas: glasklar mit hochwertiger Optik, z. B. für Firmenschilder und Wandbilder.

Platten gibt es in verschiedenen Stärken, Alu-Verbund und Acrylglas gerne auf Anfrage.

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