Hinweise zum Bedrucken von beigestellten Textilien (Fremdware)

Wir bedrucken gerne Textilien, die von unseren Kunden beigestellt werden (z. B. spezielle Vereinstrikots oder individuelle Funktionskleidung). Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass dies immer auf eigenes Risiko des Kunden geschieht.

Warum übernehmen wir keine Haftung?

Beziehen wir Textilien von unseren eigenen Großhändlern, kennen wir die exakten Materialeigenschaften und wissen, wie sich der Stoff unter der Transferpresse verhält. Geht hier etwas schief, ersetzen wir das Textil auf unsere Kosten.

Bei Fremdware kennen wir weder die genaue chemische Zusammensetzung noch eventuelle Vorbehandlungen (z. B. wasserabweisende Imprägnierungen). Daher können wir nicht garantieren, dass sich das Material einwandfrei bedrucken lässt. Wir übernehmen im Fehlerfall keinen Kostenersatz für die beschädigten Textilien.

Besondere Risiken bei Polyesterstoffen

Polyester ist ein thermoplastischer Kunststoff, der beim Bedrucken (egal ob Sublimation oder DTF-Transfer) durch hohe Hitze reagiert. Dabei kann es zu folgenden, unvorhersehbaren Problemen kommen:

  • Farbverfälschungen: Beim direkten Eindampfen der Farbe (Sublimation) in helles Polyester kann es zu chemischen Reaktionen kommen. So kann beispielsweise ein sattes Schwarz nach dem Pressen leicht grünlich oder bräunlich wirken.
  • Schattenbildung (Ausdampfen): Vor allem bei strukturierten Textilien oder im Bereich von dicken Nähten kann die Farbe beim Pressen seitlich leicht ausdampfen. Es entstehen leichte, unschöne Schatten um das eigentliche Druckmotiv.
  • Resublimation (Bleeding): Polyesterstoffe werden bei der Herstellung unter extremer Hitze eingefärbt. Wenn wir das Shirt nun mit 150 bis 160 Grad pressen, öffnen sich die Poren des Stoffes erneut. Die Farbpigmente des Shirts lösen sich als Gas und wandern (bluten) in unseren Aufdruck ein. Ein weißer Aufdruck auf einem roten Trikot kann dadurch nach einigen Stunden oder Tagen rosa werden.

Wir tun technisch alles, um diese Effekte mit speziellen Blockern und Folien zu minimieren, können sie bei unbekannten Textilien aber niemals völlig ausschließen.